Humortherapeutische Wirkprinzipien


Humortherapeutische Wirkprinzipien in Hinblick auf die kunsttherapeutischen Wirkprinzipien nach TREICHLER (1996), sind auch für den Humor von Belang, da die Erzeugung von Humor ein künstlerisches Medium ist:

a) Die Ressourcenaktivierung leiblicher und seelischer Kräfte.

Hier können Ressourcen im physiologischen und  psychologischen Sinn aktiviert werden.Brachliegende, inaktive, gehemmte, verdrängte, vergessene, unbewusste, unentwickelte, physiologische und/oder psychologische Prozesse und Fähigkeiten können angeregt, aktiviert, reaktiviert, entwickelt, entdeckt und gefördert werden.

b)
Positive Selbsterfahrung durch künstlerisches, kreatives Tun.

Hier kann man sich in leiblichen, seelischen, biographischen und zwischenmenschlich sozialen Bereichen neu erleben. Dies bedeutet insgesamt eine Steigerung des psychosomatischen Wohlbefindens, des Selbsterlebens und der Eigenaktivität, welche neue Möglichkeiten im Sinne einer Integration von Kreativität, Phantasie, Spiel,Versuch, Bewegung und Gestaltung bedeuten.

c) Kreative Erweiterung des Erlebens und Verhaltens aus den künstl. Erfahrungen.

Durch künstlerische, eben auch humorvolle Methoden kommt es zu einer Erweiterung der eigenen Wahrnehmungen, Fähigkeiten, Gefühle und Verhaltensmöglichkeiten sowie des eigenen seelischen Erlebens.

Hier bieten sich neue Möglichkeiten wie:

Gestaltungs-,  Bewegungs- sowie Veränderungsmöglichkeiten im leiblichen,  seelischen und sozialen Leben.

d) Aktivierung und Innovation von Ich-Stärke und Selbstgestaltungskompetenz.

Diese passiert mit Auswirkung im körperlich, seelischen, sozialen und geistig-biographischen Bereich des Menschen
(vgl. TREICHLER, 1996 S. 129ff).

„Humor ist die Verkörperung einer der größten Paradoxien des menschlichen Lebens.

Einerseits ist Humor das pure Vergnügen: Wir lieben das Lachen.   
Andererseits stellt er aber auch eine unserer wichtigsten Heilungskräfte dar.

Er hilft uns, mit den alltäglichen Belastungen, den `Bürden´ des Lebens fertig zu werden.
Er ist beides – Vergnügen und Therapie“
(BOKUN 1996, S.  69).


Ein wesentlicher Teil meiner neueren Arbeit in Humorworkshops und Seminaren ist es, verschiedene multimediale Methoden – wie z.B. das Zeichnen von Comics,  das Texten, die Improvisation, Musik sowie Bewegungsspiele zu verknüpfen bzw. durch gezielte Übergänge von einem Medium ins nächste, alle Sinne zu aktivieren.

Humortherapeutische Wirkprinzipien frei nach den Kunsttherapeutischen Wirkprinzipien - (vgl. TREICHLER, 1996 S. 129ff).

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